Streit um historischen Grenzstein: Soll er nach Lippe zurückkehren?
Greta SchneiderStreit um historischen Grenzstein: Soll er nach Lippe zurückkehren?
Historischer Grenzstein zwischen Lippe und Preußen Thema im Landtag
Ein jahrhundertealter Grenzstein zwischen dem Fürstentum Lippe und Preußen sorgt für eine lokale Kontroverse. Derzeit hinter einer Lärmschutzwand im Bielefelder Stadtteil Ubbedissen aufgestellt, könnte das historische Denkmal bald an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren. Aktivisten aus Lippe setzen sich für die Verlegung ein – mit dem Argument, der Stein gehöre in ihre Region.
Der Stein markierte einst die Grenze zwischen Lippe und Preußen, bevor er im Zuge von Straßenbauarbeiten an seinen jetzigen Platz versetzt wurde. Nun fordert eine Initiative aus Asemissen – einem Ortsteil der lippschen Gemeinde Leopoldshöhe – die Rückkehr des Markers. Unterstützer halten die Verlegung für unnötig und plädieren dafür, den Stein dort aufzustellen, wo er einst stand.
Nächsten Monat wird sich der Petitionsausschuss mit dem Fall befassen. Bei einer Zustimmung könnte der Stein zeitnah umgesetzt werden, auch wenn die Finanzierung noch ungeklärt ist. Die Entscheidung wird zeigen, ob dieses Stück Regionalgeschichte an seinen angestammten Ort zurückkehrt.
