27 June 2026, 16:08

Streit um strengere Schöffen-Prüfung: Wer darf künftig richten?

Justizministerium erwägt strengere Regeln für Laienrichter

Streit um strengere Schöffen-Prüfung: Wer darf künftig richten?

Das Bundesjustizministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf, der die Überprüfung von Schöffenkandidaten verschärfen soll. Ziel der Initiative ist es, sicherzustellen, dass nur Personen, die sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen, dieses Amt ausüben können. Bereits jetzt haben sich verschiedene politische Gruppen zu den geplanten Änderungen geäußert.

Das Ministerium strebt eine Änderung des Deutschen Richtergesetzes an, um strengere Kontrollen einzuführen. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen sieht vor, dass Bewerber schriftlich erklären müssen, dass sie sich zu den demokratischen Werten bekennen. Der Plan stößt im politischen Spektrum sowohl auf Zustimmung als auch auf Kritik.

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzt sich für ein bundesweit einheitliches Prüfverfahren ein. Seine Partei fordert zudem, das Bundesamt für Verfassungsschutz in die Auswahl der Schöffen einzubinden. Die rechtspopulistische AfD lehnt die geplanten Änderungen hingegen ab und behauptet, die bestehenden Regelungen seien bereits ausreichend. Der rechtspolitische Sprecher der Partei, Tobias Matthias Peterka, betonte, dass sich jeder Schöffe ohnehin bereits zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen müsse.

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Der geplante Gesetzentwurf sieht zusätzliche Sicherheitsmechanismen für die Auswahl von Schöffen vor. Sollte er verabschiedet werden, müssten Bewerber künftig formell bestätigen, dass sie sich zu den demokratischen Prinzipien bekennen. Der Entwurf des Ministeriums befindet sich noch in der Ausarbeitung, während die politische Debatte darüber weitergeht.

Quelle