Studienplätze in Deutschland werden bis 2027 deutlich zugänglicher
Studierende in Deutschland werden es in den kommenden Jahren leichter haben, einen Studienplatz zu bekommen. Bis zum Wintersemester 2026/27 werden mehr als zwei Drittel aller Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen auskommen. Dies stellt eine deutliche Abkehr von den Vorjahren dar.
Noch vor einem Jahrzehnt erforderten fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge spezifische Zugangsvoraussetzungen. Heute gilt dies nur noch für 28,7 Prozent der Bachelorprogramme. Das bedeutet, dass Studierende sieben von zehn grundständigen Studiengängen unabhängig von ihren Noten belegen können.
Der Trend ist bundesweit erkennbar. Im Wintersemester 2025/26 werden lediglich 31,6 Prozent der Studiengänge Zulassungsbeschränkungen haben. Hamburg verzeichnet einen der stärksten Rückgänge: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der beschränkten Studiengänge von 62,4 auf 37,6 Prozent.
In einigen Regionen sind die Aussichten für Studierende besonders günstig. Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz weisen die wenigsten Hürden auf – hier hat weniger als jeder fünfte Studiengang Zugangsbeschränkungen. Dagegen bleiben Berlin und Baden-Württemberg die Bundesländer mit dem höchsten Anteil an Studiengängen mit beschränktem Zugang.
Die Daten zeigen eine stetige Entwicklung hin zu offeneren Zulassungsbedingungen an deutschen Hochschulen. Bis 2026/27 werden die meisten Studierenden weniger Hindernisse überwinden müssen, um ihr Wunschfach zu studieren. Die Veränderung spiegelt einen grundlegenden Wandel in der Hochschulzugangspolitik wider.






