Südstadt-Center bleibt geschlossen – Anwohner protestieren erneut gegen Bürokratie und Stillstand
Greta SchneiderSüdstadt-Center bleibt geschlossen – Anwohner protestieren erneut gegen Bürokratie und Stillstand
Anwohner haben zum sechsten Mal gegen die Schließung des Südstadt-Centers protestiert und dessen Wiedereröffnung gefordert. Das Einkaufszentrum war wegen schwerwiegender Verstöße gegen den Brandschutz geschlossen worden – Mängel, auf die Behörden bereits vor über einem Jahr hingewiesen hatten. Trotz wiederholter Warnungen unternahm der Eigentümer jedoch keine notwendigen Sanierungen, sodass die Stadtverwaltung schließlich die Stromversorgung des Gebäudes abstellen musste.
Die Schließung erfolgte nach mehrfachen Hinweisen der unteren Bauaufsichtsbehörde auf akute Sicherheitsrisiken. Bei Kontrollen stellte sich heraus, dass im Brandfall insbesondere ältere Kunden lebensgefährdet gewesen wären. Statt die Probleme zu beheben, ließ der Eigentümer sie ungelöst – was die Stadt zum Handeln zwang.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm zwar an der Demonstration teil, präsentierte aber keine sofortige Lösung für eine Wiedereröffnung. Gleichzeitig kritisierte er übermäßige Bürokratie und verwies auf eine zweijährige Verzögerung bei der Genehmigung eines separaten Verkehrsberuhigungsprojekts. Unterdessen nimmt die Vandalenwirtschaft am verlassenen Gelände zu: Erst kürzlich wurden Diebe beim Stehlen von Kupferkabeln erwischt.
Protestorganisator Daniel Mahler warf der Stadt vor, weniger dringende Vorhaben über die täglichen Bedürfnisse der Bürger zu stellen. Mittlerweile arbeitet ein Mitarbeiter gezielt daran, Investoren für die Wiederbelebung des Centers zu gewinnen. Falls eine Sanierung des bestehenden Gebäudes scheitert, hat ein Investor bereits den Bau eines kleineren Ersatzgebäudes in der Nähe vorgeschlagen.
Die Zukunft des Südstadt-Centers bleibt ungewiss, auch wenn Bemühungen um Finanzierung und Investoren laufen. Ohne Reparaturen wird das Gelände geschlossen bleiben – und den Anwohnern damit eine wichtige lokale Einkaufsstätte fehlen. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiter und prüfen alternative Lösungen.






