Thüringens Bevölkerung schrumpft bis 2045 um 15 %, Durchschnittsalter steigt auf 50,8 Jahre
Admin UserPrognose: Städte und Gemeinden verlieren 236.000 Einwohner - Thüringens Bevölkerung schrumpft bis 2045 um 15 %, Durchschnittsalter steigt auf 50,8 Jahre
Thüringens Bevölkerung wird sich bis 2045 deutlich verändern – mit wachsenden und schrumpfenden Gemeinden Laut Prognosen des Statistischen Landesamts steht Thüringen bis 2045 ein ungleichmäßiger demografischer Wandel bevor: Einige Regionen könnten um bis zu 59,4 Prozent schrumpfen, während andere um bis zu 58,7 Prozent wachsen. Die Mehrheit der Kommunen – etwa 58,8 Prozent – wird voraussichtlich einen Bevölkerungsrückgang zwischen 10 und 30 Prozent erleben. Dagegen könnten 7,5 Prozent der Gemeinden ein Wachstum von über 2 Prozent verzeichnen. Das Durchschnittsalter in Thüringen wird bis 2042 voraussichtlich auf 50,8 Jahre steigen, was einem Anstieg um 2,2 Jahre entspricht. Gründe dafür sind sinkende Geburtenraten und eine alternde Bevölkerung. Besonders betroffen ist der Landkreis Saale-Holzland: Waltersdorf wird 2045 mit einem Durchschnittsalter von 69,1 Jahren die älteste Gemeinde sein. Die jüngste bleibt dagegen Dieterode im Eichsfeld mit durchschnittlich 40,6 Jahren. Die auf Daten von 2019 bis 2024 basierende Prognose geht davon aus, dass Thüringens Landkreise und Gemeinden in den nächsten 20 Jahren etwa 236.000 Einwohner verlieren – ein Rückgang um 15 Prozent. Gleichzeitig wird der Anteil kleiner Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern steigen, während größere mit über 5.000 Einwohnern seltener werden. Der demografische Wandel wird Thüringens Gemeinden in den kommenden zwei Jahrzehnten stark prägen: Einige Regionen wachsen, viele schrumpfen, und das Durchschnittsalter steigt. Eine gezielte Planung dieser Entwicklungen wird für die Zukunft des Landes entscheidend sein.
