05 June 2026, 13:59

"Vengeance": Wie ein brutaler Mord die sikhistische Gemeinschaft Großbritanniens erschütterte

'Vengeance: Mord auf der Heide' - Schöpferin Aysha Rafaele klagt über mangelnde Fortschritte in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar bei 'Mord durch meine Familie' einen BAFTA-Gewinn einfuhr

"Vengeance": Wie ein brutaler Mord die sikhistische Gemeinschaft Großbritanniens erschütterte

„Vengeance“: Ein neuer Channel-4-Dramathriller feiert am Sonntagabend Premiere

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Die neue Channel-4-Serie Vengeance startet in dieser Sonntagabend und erzählt die erschütternde wahre Geschichte von Gagandip Singh, einem sikhistischen TV-Manager, der 2007 auf brutale Weise ermordet wurde. Hinter dem Projekt steht Aysha Rafaele, eine vierfach mit dem BAFTA ausgezeichnete Filmemacherin, die für ihre schonungslosen britischen Faktendramen bekannt ist.

Rafaele, die bereits gemeinsam mit ihrem kreativen Partner Joseph Bullman die Serie Dirty Business produzierte – ein Drama, das den Skandal um Britanniens Wasser- und Abwassersystem aufdeckte –, bewies mit Stars wie David Thewlis, Jason Watkins und Posy Sterling ihr Talent, komplexe reale Themen aufzugreifen. Doch trotz ihres Erfolgs kämpft sie seit Jahren darum, Geschichten über britisch-asiatische Communities auf den Bildschirm zu bringen.

Vengeance: Mord auf der Heide dreht sich um den sogenannten „Honeytrap-Mord“ an Gagandip Singh. Der sikhistische Manager wurde von einem Freund in eine Falle gelockt, fälschlich der sexuellen Nötigung beschuldigt und anschließend zusammengeschlagen und angezündet. Rafaele ist überzeugt, dass die Serie einen seltenen, ungeschönten Einblick in die sikhistische Gemeinschaft Großbritanniens bietet – etwas, das ihrer Meinung nach viel zu lange fehlt.

Ihre Frustration geht tiefer. Nach Adeel Akhtars BAFTA-Gewinn 2017 hatte sie gehofft, dass sich die Repräsentation vielfältiger Geschichten auf dem Bildschirm verbessern würde. Stattdessen sagt sie unumwunden: „Nichts, rein gar nichts ist passiert.“ Um Verzögerungen zu umgehen, wendet sie sich mittlerweile direkt an Dokumentarfilm-Teams statt an Drama-Redaktionen – ihr sind Tempo und kreative Freiheit wichtiger als große Budgets. Mit begrenzten Mitteln hat sie eine Fähigkeit entwickelt, wirkungsvolle Geschichten ohne hohe Kosten zu erzählen.

Vengeance erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Rafaele weiterhin für Geschichten kämpft, die das britische Mainstream-Fernsehen oft ignoriert. Das Drama setzt auf ein Ensemble aufstrebender Talente und will Licht auf einen Fall werfen, der die sikhistische Gemeinschaft erschütterte. Für Rafaele bleibt der Kampf, marginalisierte Erzählungen auf die Leinwand zu bringen, ein steiniger Weg – doch einen, den sie nicht aufgeben wird.

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