Verdeckte Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter-Fahrer und Radler im Visier
Ella WagnerVerdeckte Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter-Fahrer und Radler im Visier
Zivilbedienstete in Uniform führten am Donnerstag verdeckte Kontrollen in der Fußgängerzone von Bad Kreuznach durch. Die Aktion richtete sich gegen Verstöße von E-Scooter-Fahrern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. Die Behörden dokumentierten im Laufe des Tages zahlreiche Zuwiderhandlungen gegen örtliche Vorschriften.
Bei den E-Scooter-Nutzern wurden 40 Verstöße festgestellt, darunter das Fahren mit dem Handy am Ohr, das Mitnehmen einer zweiten Person sowie die Benutzung nicht versicherter Fahrzeuge. Fünf E-Scooter wurden daraufhin sichergestellt, da bei einigen die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung fehlte.
In der Fußgängerzone sind E-Scooter generell verboten, während Radfahrer nur zwischen 19 und 9 Uhr fahren dürfen. Trotzdem wurden 21 Verstöße von Radfahrern registriert, darunter ein Fall mit gleichzeitiger Handybenutzung. Drei weitere Vorfälle betrafen Verstöße gegen das in der Zone geltende Alkoholverbot.
Im Rahmen von Jugendschutzkontrollen beschlagnahmten die Beamten zudem Tabakwaren und illegale E-Zigaretten. Es kam zu einer Auseinandersetzung, als sich ein E-Scooter-Fahrer der Kontrolle widersetzte, Mitarbeiter verbal beleidigte und dabei einer Beamtin leichte Verletzungen zufügte.
Mirko Helmut Kohl, Leiter der öffentlichen Ordnung der Stadt, kündigte an, die Kontrollen künftig zu intensivieren. Schwerpunkte sollen die Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie die Bekämpfung von Parkverstößen sein – insbesondere auf Gehwegen und in Behindertenparkplätzen. Besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer werden dabei vermehrt in den Fokus der Kontrollteams rücken.
