13 March 2026, 10:05

Verkehrsverband fordert drastische Steuersenkung wegen explodierender Spritpreise in Thüringen

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält ein Transparent mit der Aufschrift "Stoppt Gas" als Protest gegen die Europäische Union. Im Hintergrund sind Gebäude, Bäume, Pfosten, Verkehrsampeln und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Verband fordert befristete Kraftstoffsteuer-Senkungen - Verkehrsverband fordert drastische Steuersenkung wegen explodierender Spritpreise in Thüringen

Der Thüringer Verkehrsgewerbeverband hat angesichts explodierender Spritpreise dringendes Handeln gefordert. Er verlangt eine vorübergehende Senkung der Steuern auf Diesel und Benzin auf das EU-weit zulässige Mindestmaß. Zudem fordert der Verband einen Stopp der geplanten Erhöhungen beim CO₂-Preis und warnt vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen.

Noch vor der Iran-Krise Anfang März 2026 lagen die Spritpreise in Deutschland deutlich niedriger. Super E10 kostete im Schnitt etwa 1,75 Euro pro Liter, Diesel 1,72 Euro. Seit Beginn des Konflikts ist der Benzinpreis um rund 30 Cent auf bis zu 2,05 Euro gestiegen. Diesel verzeichnete einen noch stärkeren Anstieg – um 47 Cent auf 2,19 Euro, den höchsten Stand seit März 2022.

Der Verband wirft der Bundesregierung vor, von der Krise zu profitieren. Die höheren Spritpreise hätten durch gesteuerte Steuern, Mehrwertsteuer und Verbrauchsabgaben die Staatseinnahmen erhöht. Er warnt davor, dass der Staat sich auf Kosten der Bürger als "Krisengewinnler" bereichere.

Um die Belastung für Unternehmen und Verbraucher zu verringern, schlägt der Verband zwei zentrale Maßnahmen vor: Erstens eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuern auf das EU-Mindestniveau. Zweitens fordert er ein Modell für gewerblichen Diesel, um weitere Preisanstiege bei essenziellen Gütern wie Lebensmitteln zu verhindern.

Ziel der Forderungen ist es, die Kosten für Transportunternehmen und Haushalte zu senken. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Warnung, würden die steigenden Spritpreise weiterhin die Preise für Alltagsprodukte in die Höhe treiben. Die Bundesregierung hat sich zu den Vorschlägen bisher noch nicht geäußert.

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