Gansenschmaus bleibt teuer - Sorge wegen Vogelgrippe - Vogelgrippe bedroht Th├╝ringens Gansenschlachtzeit
Mit Beginn der traditionellen Gänseschlachtzeit wächst in Thüringen die Sorge vor der Ausbreitung der Geflügelpest. Die hochansteckende Krankheit hat bereits Geflügelbestände in der Region erfasst, weshalb sowohl Thüringen als auch Sachsen-Anhalt eine Stallpflicht für Vögel verhängt haben. Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz und das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft arbeiten eng zusammen, um die Biosicherheit aufrechtzuerhalten. Vier Geflügelbetriebe im Landkreis Greiz, in denen rund 1.500 Tiere gehalten werden, sind von der Seuche betroffen. Auch bei toten Kranichen und einem Kormoran wurden Ausbrüche in mehreren Landkreisen nachgewiesen. Die Gänseschlachtzeit beginnt üblicherweise vor dem Martinstag. Trotz steigender Produktionskosten werden die für das Fest gezüchteten Gänse zu den Vorjahrespreisen verkauft – frische, in Deutschland aufgezogene Gänse kosten im Großhandel zwischen 18 und 22 Euro. Auf einem Hof in Altengönna sollen rund 10.000 Gänse für die Weihnachtsbraten verarbeitet werden. Die Landwirte fürchten, dass ein weiterer Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza schwere wirtschaftliche Schäden verursachen und ihre Existenz bedrohen könnte. Während der Schlachtzeit hoffen sie auf verbesserte Biosicherheitsmaßnahmen und eine Eindämmung der Krankheit.
