Voigt: Bundesregierung muss für das bezahlen, was sie von den Gemeinden fordert - Voigt fordert: Bund soll Kommunen für teure Vorgaben entschädigen
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
Voigt: Bund muss zahlen, was er den Kommunen vorschreibt
- Dezember 2025, 14:00 Uhr
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt fordert finanzielle Unterstützung des Bundes für Aufgaben, die Berlin den Kommunen auferlegt. Er argumentiert, die Zentralregierung müsse die Kosten für Gesetze übernehmen, die sie Ländern und Gemeinden vorschreibt. Im Mittelpunkt des Streits stehen steigende Ausgaben, darunter solche im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz.
Voigt betonte die finanzielle Belastung der Kommunen durch Bundesvorgaben. Als zentrales Beispiel nannte er das Bundesteilhabegesetz, das zu wachsenden Kosten führe, die lokale Behörden tragen müssten. Der Ministerpräsident rief zudem zu dringenden Gesprächen über explodierende Sozialausgaben auf, die seiner Meinung nach die Haushalte an ihre Grenzen bringen.
Ein jüngstes Treffen der Ministerpräsidenten brachte keine Lösung im Finanzkonflikt. Voigt besteht darauf, dass der Bund die Kommunen entschädigen muss, wenn er neue gesetzliche Verpflichtungen einführt. Bisher werden diese Kosten über den Länderfinanzausgleich abgefedert – ein System, das Voigt als ungerecht kritisiert.
Als Reaktion hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für Anfang 2026 eine Sonderkonferenz der Regierungschefs einberufen. Ziel ist es, den langjährigen Streit darüber zu klären, wer für bundesweit verordnete Aufgaben aufkommen soll. Die Fronten bleiben jedoch verhart, eine Einigung ist nicht in Sicht.
Der Finanzstreit zwischen Bund und Ländern spitzt sich weiter zu. Die von Kanzler Merz geplante Konferenz 2026 soll eine Lösung finden. Bis dahin stehen die Kommunen unter anhaltendem Druck durch unfinanzierte Bundesauflagen.
