03 February 2026, 22:28

Weimar sucht Investoren für das historische von-Stein-Haus – Kulturprojekt mit Erbbaurecht

Eine Zeichnung eines 18. Jahrhundert deutschen Hauses mit zahlreichen Fenstern und einer Tür, begleitet von beschreibendem Text.

Wer wagt es, das Haus von Goethes Freundin zu übernehmen? - Weimar sucht Investoren für das historische von-Stein-Haus – Kulturprojekt mit Erbbaurecht

Weimar sucht Investoren für die Restaurierung und Nutzung des historischen von-Stein-Hauses

Das zwischen 1770 und 1773 im Barockstil erbaute Gebäude ging nach einem langjährigen Rechtsstreit im vergangenen Jahr wieder in den Besitz der Stadt über. Nun soll es mit einer Mischung aus Denkmalschutz und moderner kultureller Nutzung zu neuem Leben erweckt werden.

Der Stadtrat will noch vor der Sommerpause über einen entsprechenden Vorschlag entscheiden. Dem ausgewählten Bieter wird ein Erbbaurecht angeboten; Bewerbungen sind bis zum 16. März möglich.

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Das von-Stein-Haus gehörte einst Gottlob Ernst Josias Freiherr von Stein und seiner Frau Charlotte von Stein. In den 1990er-Jahren war das Goethe-Institut zeitweise im Gebäude untergebracht, seitdem stand es jedoch größtenteils leer. Weimar hofft nun auf einen ähnlichen Erfolg wie beim Museum Neues Weimar, das ein kriegsbeschädigtes Neorenaissance-Gebäude restaurierte und 1999 mit Ausstellungen zu Kunst und praktischen Workshops wiedereröffnete. Ermöglicht wurde diese Umwandlung durch Fördermittel der EFRE und des Freistaats Thüringen.

Ein weiteres Vorbild ist das Haus am Horn, ein Ikone der Moderne, das nach aufwendiger Sanierung mit einer Dauerausstellung wiedereröffnet wurde. Ähnlich soll auch das von-Stein-Haus historisch getreu restauriert und gleichzeitig mit zeitgemäßen Attraktionen versehen werden. Gesucht werden Konzepte mit Ausstellungen, Workshops oder kulturellen Veranstaltungen, die Touristen anziehen – stets im Einklang mit dem denkmalpflegerischen Erbe des Hauses.

Bürgermeister Peter Kleine betonte die Notwendigkeit seriöser und glaubwürdiger Investoren. Ziel sei eine zügige Sanierung, die die langfristige Tragfähigkeit des Projekts sichert. Der ausgewählte Plan muss strenge Denkmalschutzauflagen erfüllen und gleichzeitig die wirtschaftliche Zukunft des Hauses gewährleisten.

Dem erfolgreichen Bieter wird ein Erbbaurecht eingeräumt. Bei gelungenem Vorhaben könnte das von-Stein-Haus zu einem neuen kulturellen Anziehungspunkt in Weimar werden – neben anderen sanierten Wahrzeichen der Stadt. Eine Entscheidung über den Siegervorschlag wird vor der Sommerpause erwartet.