07 May 2026, 16:15

Weißstörche in Hessen bedrohen Stromnetze und Bahnverkehr durch riesige Nester

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einer Strommast, mit einer Straßenlaterne, die die Szene beleuchtet und Drähte, die entlang des Mastes verlaufen.

Weißstörche in Hessen bedrohen Stromnetze und Bahnverkehr durch riesige Nester

Zunehmende Weißstorch-Population in Hessen gefährdet Strommasten und Bahnstrecken

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Die wachsende Zahl an Weißstörchen in Hessen sorgt für zunehmende Risiken an Strommasten und Eisenbahnstrecken. Die teils hunderte Kilogramm schweren Nester bedrohen nicht nur die Vögel selbst, sondern auch die kritische Infrastruktur. Nun ergreifen die Deutsche Bahn und Netzbetreiber Maßnahmen, um die Gefahren einzudämmen – ohne die geschützte Art zu gefährden.

Besonders im Rhein-Main-Gebiet verzeichnen Städte wie Hochheim und Wallau sowie die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg an Storchnestern auf Strommasten. Doch diese Konstruktionen sind für solche Lasten nicht ausgelegt – die Gefahr von Einstürzen steigt.

Nester an Bahnanlagen bergen zusätzliche Risiken: Sie können Oberleitungen, Isolatoren beschädigen oder sogar Brände auslösen. Wiederholt kam es bereits zu Zugausfällen mit kostspieligen Verspätungen. Um das Problem in den Griff zu bekommen, arbeitet die Deutsche Bahn daher mit Naturschutzbehörden an einer zweigliedrigen Strategie.

Zunächst müssen bestehende Nester von Strommasten entfernt werden, um Brände und tödliche Unfälle für die Störche zu verhindern. Anschließend werden Abschreckungsvorrichtungen – darunter windbetriebene Geräte – installiert, die die Vögel vom Neubauen abhalten sollen. Parallel dazu werden alternative Nistplattformen in sicherer Entfernung zu den Gleisen eingerichtet. Ziel ist es, die Störche an weniger gefährliche Standorte umzulenken, ohne die Infrastruktur zu beeinträchtigen.

Die Maßnahmen kombinieren technische Lösungen mit artenschutzrechtlicher Zusammenarbeit. Durch Umsiedlung der Nester und Abschreckungsmaßnahmen sollen die Risiken gesenkt werden, ohne die Störche zu schädigen. Gleichzeitig gilt es, die jährlichen Millionenschäden durch gefährliche Nistplätze einzudämmen.

Quelle