28 March 2026, 20:05

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz Rapsglanzkäfer-Risiko in Main-Tauber

Ausführliche Abbildungen verschiedener Bienenarten mit begleitendem Text über ihre Merkmale und Lebensräume auf einer offenen Buchseite.

Winterraps 2026: Gute Entwicklung trotz Rapsglanzkäfer-Risiko in Main-Tauber

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 in vielen Regionen gut

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Die Bestände haben das Schossen erreicht, und der Haupttrieb mit dem Blütenstand ist nun sichtbar. Dennoch bleibt der Rapsglanzkäfer in dieser Phase eine der größten Schädlingsbedrohungen.

Trotz Bedenken zeigen aktuelle Daten aus dem Landkreis Main-Tauber keine flächendeckenden Schäden. Lediglich vereinzelt wurde Käferbefall festgestellt, der unter der Bekämpfungsschwelle bleibt. Landwirte sollten die Felder vor einem Insektizideinsatz genau prüfen. Gelbschalen sind ab dem Knospenstadium unzuverlässig – stattdessen sollte die Anzahl der Käfer direkt an den Hauptknospen ermittelt werden.

Eine Behandlung lohnt sich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe auftreten. Bei gleichzeitigem Befall durch Rapserdflöhe und Rapsglanzkäfer in behandlungswürdiger Dichte kann Trebon 30 EC eingesetzt werden – jedoch erst nach Beendigung der täglichen Bienenflugaktivität. Bienenschonende Alternativen wie Tau-Fluvalinat-Präparate (Mavrik Vita oder Evure) wirken selbst noch über BBCH 59 hinaus.

Zwischen BBCH 51 und 59 sind Acetamiprid-basierte Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri zugelassen, allerdings dürfen gemäß VV 553 keine Zusatzstoffe verwendet werden. Für präzise Ergebnisse müssen Landwirte mehrfache Feldkontrollen entlang von Transekten durchführen und dabei Randpflanzen oder offensichtliche Befallsherde meiden.

In vielen Fällen kann auf Insektizide vollständig verzichtet werden – das spart Kosten und schont Bestäuber sowie die Umwelt. Die aktuellen Erhebungen im Landkreis Main-Tauber bestätigen, dass die Käferpopulationen gering bleiben. Bis März 2026 wurden keine flächendeckenden Schäden gemeldet.

Durch exakte Zählmethoden und die Einhaltung der Bekämpfungsschwellen können Landwirte fundierte Entscheidungen treffen. Dieser Ansatz hilft, unnötige Spritzungen zu vermeiden und gleichzeitig die Erträge zu sichern.

Quelle