04 April 2026, 16:06

Wirtschaftsforscher senken Deutschlands Wachstumsprognose drastisch auf 0,6 Prozent

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für Wohlhabende und Großkonzerne weiter senken."

Wirtschaftsforscher senken Deutschlands Wachstumsprognose drastisch auf 0,6 Prozent

Deutschlands Wirtschaftsperspektiven verdüstern sich: Forschungsinstitute senken Wachstumsprognosen für 2026 und darüber hinaus

Der Krieg mit Beteiligung des Iran hat einen Energieschock ausgelöst, der die Inflation weiter anheizt und im Bundeshaushalt ab 2027 eine Finanzlücke von zehntausenden Millionen Euro hinterlässt. Angesichts dieser Entwicklung fordern Politiker nun dringende Reformen, um die Staatsfinanzen zu stabilisieren und den Wohlstand zu sichern.

Fünf führende Wirtschaftsforschungsinstitute – darunter das ifo Institut München, das DIW Berlin und das Kiel Institut für Weltwirtschaft – haben ihre Wachstumsprognose für 2026 drastisch von zuvor 1,3 bis 1,4 Prozent auf nur noch 0,6 Prozent gesenkt. Die Korrektur folgt auf die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise, der seit Oktober 2023 spürbar ist. Für 2027 wird nun ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet – ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte gegenüber früheren Schätzungen. Gleichzeitig dürfte die Inflation steigen: auf 2,8 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent im Folgejahr.

Die Bundesregierung hatte bereits ihre Prognose für 2025 von 1,1 auf 0,3 Prozent nach unten korrigiert, ohne dies jedoch direkt mit dem Krieg in Verbindung zu bringen. Vor diesem Hintergrund warnte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU, Christian Haase, dass reine Sparvorgaben allein die ab 2027 drohenden Milliardenlücken nicht schließen werden. Er forderte gezielte Maßnahmen, um die Wirtschaft vor den wachsenden globalen Krisen und der schwachen Konjunktur zu schützen.

Haase begrüßte zwar die von Finanzminister Lars Klingbeil verhängten Sparziele für alle Ressorts, bestand jedoch auf einen strengeren Kurs: Sparmaßnahmen müssten mit tiefgreifenden Reformen einhergehen. Sein Parteikollege Matthias Middelberg, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, unterstützte den Aufruf zu umfassenden Veränderungen. Middelberg schlug Kürzungen bei Förderprogrammen, Subventionen sowie eine Überprüfung der Sozialleistungen vor. Zudem regte er eine Erhöhung der Tabaksteuer an, um die Staatseinnahmen zu steigern.

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Bis Ende April erwartet Haase, dass die Regierung dem Parlament konkrete Vorschläge vorlegt. Diese sollen eine klare Strategie für den Rest der Legislaturperiode aufzeigen.

Mit halbierten Wachstumsprognosen und steigender Inflation steht Deutschland ab 2027 vor einem massiven Haushaltsdruck. Die Abgeordneten drängen auf eine Mischung aus Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen und strukturellen Reformen, um die Finanzen zu konsolidieren. Die anstehenden Regierungsvorschläge werden zeigen, wie das Land diese wirtschaftlichen Herausforderungen in den kommenden Jahren meistern will.

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