Zwölf Jahre Haft für brutalen Mord an Seniorin im Ortenaukreis
Ein 62-jähriger Mann ist wegen des brutalen Mordes an einer älteren Frau in Kehl zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Offenburg sprach ihn des Totschlags schuldig, der während eines gescheiterten Raubüberfalls begangen wurde. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da bei dem Angeklagten eine psychische Erkrankung diagnostiziert worden war.
Die Tat ereignete sich im vergangenen Jahr im Ortenaukreis. Der Angeklagte drang über eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung der Frau ein, mit der Absicht, Wertgegenstände zu stehlen. Im Inneren überfiel er sie, würgte sie, bis er glaubte, sie sei tot.
Nach dem Angriff verübte er eine sexuelle Nötigung an der Frau. Sie starb später an Erstickung, nachdem er ihr den Mund mit ihrer eigenen Unterwäsche geknebelt hatte. Im Anschluss an die Tat nutzte der Mann die Bankkarte der Frau, um in Kehl und Offenburg kleinere Einkäufe zu tätigen.
Die Polizei nahm ihn am Offenburger Bahnhof fest. DNA-Spuren am Tatort führten direkt zu ihm und belasteten ihn schwer. Das Gericht wertete Habgier, Heimtücke sowie die Absicht, weitere Straftaten zu begehen, als erschwerende Umstände.
Der Angeklagte wurde wegen Mordes in Tateinheit mit Raub und Vergewaltigung mit Todesfolge verurteilt.
Das Landgericht Offenburg verhängte eine zwölfjährige Freiheitsstrafe. Der Prozess fand nicht öffentlich statt, da bei dem Mann eine Schizophrenie-Diagnose vorliegt. Das Urteil unterstreicht die Schwere der Vorwürfe, darunter Mord, Raub und sexuelle Nötigung.






