09 May 2026, 20:06

Bio-Dünger im Aufwind: Warum Gärtner jetzt auf organische Alternativen umsteigen

Altes Buchcover aus dem Jahr 1941 mit dem Titel "Fertilizers Seeds Agricultural Implements" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen.

Bio-Dünger im Aufwind: Warum Gärtner jetzt auf organische Alternativen umsteigen

Seit der Pandemie und der Energiekrise setzen immer mehr Hobbygärtner auf organische Düngemittel. Gleichzeitig drohen steigende Kosten durch globale Konflikte und Treibstoffpreise, die synthetische Alternativen im kommenden Jahr deutlich teurer machen könnten. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider: Der Bio-Sektor wächst weit schneller als der konventionelle Markt.

Die Nachfrage nach Bio-Gartenprodukten ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Seit COVID-19 und der Ukraine-Energiekrise bevorzugen immer mehr Gärtner natürliche Lösungen. Compo, ein führender Anbieter, berichtet, dass bereits zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzpflegeprodukten biozertifiziert sind.

Die Lieferketten für synthetische Düngemittel bleiben angespannt. Der Krieg im Iran wird voraussichtlich die Produktionskosten in die Höhe treiben, was 2025 zu höheren Preisen führen dürfte. Ein Liter flüssiger Mineraldünger, der derzeit etwa 12 Euro kostet, könnte bald auf 13 oder 14 Euro steigen.

Auch Speditionen kämpfen mit explodierenden Dieselpreisen. Lieferungen werden teurer, Verzögerungen und Zuschläge belasten die Planungen. Trotz dieser Herausforderungen sind die meisten synthetischen Dünger derzeit noch verfügbar. Die Hersteller hatten die Rohstoffe für diese Saison bereits gesichert, sodass die Regale in Gartencentern bisher von Preiserhöhungen verschont blieben.

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Der Markt für Bio-Gartenbau wächst weiterhin zwei- bis dreimal schneller als der für konventionelle Produkte. Zwar sind synthetische Düngemittel aktuell noch erhältlich, doch ihre Kosten werden voraussichtlich im nächsten Jahr steigen. Gärtner müssen sich auf weitere Preisanstiege einstellen, solange die Treibstoffpreise und konfliktbedingten Belastungen anhalten.

Quelle