Windpark bei Wittstock/Dosse: NABU stoppt Bau wegen gefährdeter Tierarten
Matteo WolfWindpark bei Wittstock/Dosse: NABU stoppt Bau wegen gefährdeter Tierarten
Pläne für einen neuen Windpark in der Nähe von Wittstock/Dosse stoßen auf massiven Widerstand von Naturschützern. Das Landesamt für Umwelt hatte im März grünes Licht für elf Windkraftanlagen gegeben. Doch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat nun rechtliche Schritte eingeleitet, um das Projekt zu stoppen.
Das geplante Gelände liegt in der Wittstock-Ruppiner Heide, einem wichtigen Lebensraum für die gefährdete Abendsegler-Fledermaus. Zudem nisten Seeadler nur etwa 700 Meter von den geplanten Turbinen entfernt. Der NABU warnt, dass beide Arten durch die rotierenden Rotorblätter getötet werden könnten.
Am 20. April reichte die Organisation einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein. Die Klage richtet sich gegen das gesamte Windparkprojekt bei Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Ein akutes Problem ist ein Mäusebussard-Horst, der direkt in der Bahn der Baukrane liegt. Der NABU fordert, dass dieser vor Baubeginn umgesiedelt wird.
Die Naturschützer argumentieren, dass die Windräder eine ernsthafte Bedrohung für geschützte Tierarten darstellen. Ohne Eingreifen könnten seltene Vögel und Fledermäuse durch das Vorhaben unwiderruflichen Schaden nehmen.
Nun muss das Gericht entscheiden, ob die Bauarbeiten während der Prüfung des Falls ausgesetzt werden. Sollte der NABU mit seinem Antrag erfolgreich sein, könnte der Windpark mit Verzögerungen oder Umplanungen rechnen. Das Urteil wird bestimmen, wie schnell – oder ob überhaupt – das Projekt voranschreitet.






