09 May 2026, 10:10

Bundesrat blockiert 1.000-Euro-Prämie für Privatbeschäftigte – Koalition in der Krise

Menschen vor einem Gebäude mit Protestschildern und Plakaten, zwei Personen im Vordergrund sitzend und ein Müllcontainer rechts daneben.

Bundesrat blockiert 1.000-Euro-Prämie für Privatbeschäftigte – Koalition in der Krise

Deutschlands Plan für 1.000-Euro-Einmalzahlung an Privatbeschäftigte scheitert nach klarem Bundesratsvotum

Die geplante einmalige Prämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft ist nach einer deutlichen Abstimmung im Bundesrat gescheitert. Die Maßnahme, die die finanziellen Belastungen durch die Iran-Krise abfedern sollte, stieß auf massiven Widerstand sowohl aus CDU- als auch aus SPD-geführten Bundesländern. Kritiker bemängelten, dass Kleinbetriebe, Selbstständige und andere benachteiligte Gruppen unberücksichtigt blieben.

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Der Bundesrat lehnte den Koalitionsvorschlag in einer Sitzung am Freitag ab. Alle 16 von der CDU regierten Länder stimmten gegen die Prämie, unterstützt von vier der sieben SPD-geführten Regionen. Dies markiert einen seltenen großflächigen Aufstand gegen die von der Berliner SPD dominierte Politik. CDU-Kanzler Friedrich Merz warnte seine Koalitionspartner, ihre „blockierende Haltung“ aufzugeben, oder riskiere tiefere parteiinterne Spaltungen.

Auch Wirtschaftsvertreter hatten sich gegen die Zahlung ausgesprochen und verwiesen auf jahrelange wirtschaftliche Belastungen, steigende Entlassungen und Betriebsschließungen. Winfried Kretschmann, der scheidende grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, bezeichnete den Plan als „grundlegend fehlerhaft“ wegen seiner engen Ausrichtung. Die SPD, die die Prämie vorangetrieben hatte, sah sich mit Vorwürfen konfrontiert, frühere Fehler – etwa während der COVID-19-Pandemie – zu wiederholen, indem Rentner, Studierende und Solo-Selbstständige ausgeschlossen blieben.

Die Abstimmung hinterlässt die Regierung ohne eine zentrale finanzielle Stützungsmaßnahme für Arbeitnehmer. Die Ablehnung unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Bund und Ländern in der Wirtschaftspolitik. Da bisher kein Alternativvorschlag vorliegt, bleiben betroffene Gruppen ohne zusätzliche Entlastung.

Quelle