28 December 2025, 09:39

Görlitzer Park in Berlin: Warum nächtliche Schließungen und Zäune für Streit sorgen

Graffiti-bedeckter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Linkspartei-Spitzenkandidatin kritisiert Zaun am Görlitzer Park - Görlitzer Park in Berlin: Warum nächtliche Schließungen und Zäune für Streit sorgen

Pläne zur Einzäunung des Görlitzer Parks in Berlin und nächtliche Schließungen stoßen auf Kritik

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken für die Berliner Wahlen, bezeichnete die Pläne als "völlig sinnfrei" und eine Verschwendung öffentlicher Gelder. Ihrer Meinung nach werde die nächtliche Schließung des Parks die Menschen lediglich in die umliegenden Straßen verdrängen – mit weiteren Belastungen für die Anwohner.

Die regierende Koalition aus CDU und SPD in Berlin will mit den Maßnahmen den Drogenhandel und die Kriminalität im Görlitzer Park eindämmen. Vorgesehen sind unter anderem nächtliche Schließzeiten: im Winter von 22 bis 6 Uhr, im Sommer ab 23 Uhr. Zudem sollen 16 Stahltore, acht schwere Drehkreuze und zusätzliche 300 Meter Zaun bestehende Lücken in den Absperrungen schließen.

Eralp lehnt die nächtlichen Sperrungen ab und warnt, dass sich Besucher dann in Hausflure der umliegenden Wohnhäuser zurückziehen müssten. Zudem betont sie, dass die meisten Straftaten tagsüber im Umfeld des Parks geschehen – nicht nachts innerhalb der Anlage. Der Zaun werde die eigentlichen Probleme nicht lösen, sondern nur Ressourcen verschwenden. Unklar bleibt, wer die Idee für die Umzäunung ursprünglich vorgebracht hat, da keine konkrete Gruppe oder Person als Urheber genannt wird.

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Die Diskussion um die Zukunft des Görlitzer Parks dauert an. Während Eralp für eine rund um die Uhr geöffnete Fläche plädiert, würde die Umsetzung der Koalitionspläne den Zugang zum Park grundlegend verändern. Das Ergebnis könnte auch Signalwirkung für die Verwaltung anderer öffentlicher Räume in Berlin haben.