21 March 2026, 04:06

Hessens Buchenwälder schrumpfen dramatisch – 15 Prozent Verlust seit 2020

Ein altes Papierdokument mit der Überschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung, Januar 1904" mit einer Illustration von grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen auf gelbem Papier.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Buchenwälder schrumpfen dramatisch – 15 Prozent Verlust seit 2020

Hessens Buchenwälder sind seit 2020 um 15 Prozent geschrumpft – von 180.000 Hektar auf 153.000 Hektar Anfang 2025. Der Rückgang folgt auf die Aufhebung eines Fällverbots im Jahr 2024, kombiniert mit Sturmschäden und den Nachwirkungen anhaltender Dürreperioden. Neue Zahlen zeigen zudem einen deutlichen Anstieg des Laubholzeinschlags in den Wäldern des Bundeslandes im vergangenen Jahr.

Die Abnahme der buchenreichen Flächen hat mehrere Ursachen. Stürme und lang anhaltende Trockenheit schwächten zahlreiche Bäume, sodass sie aus Sicherheitsgründen und zur Stabilisierung des Waldes gefällt werden mussten. Diese Schäden zeigen sich oft erst Jahre später – die Folgen vergangener Dürreperioden werden nun erst sichtbar.

Im Jahr 2025 veränderte sich die Holznutzung deutlich: Während der Einschlag von Laubholz um etwa 25 Prozent stieg, ging die Fällung von Nadelholz um 6 Prozent zurück. Diese Entwicklung folgte der Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Insgesamt schlug HessenForst im vergangenen Jahr rund 1,49 Millionen Kubikmeter Holz in den Landeswäldern ein.

Die Aktivitäten intensivierten sich zudem im späten Jahr 2025 und zu Beginn von 2026: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die eingeschlagene Holzmenge um 6 Prozent. Behörden führen den Anstieg auf laufende Waldumbauprojekte zurück, die widerstandsfähigere Mischwälder schaffen sollen. Um die Böden zu schonen, wird die Holzentnahme an die winterlichen Wetterbedingungen angepasst – ein Balanceakt zwischen Versorgungsbedarf und Umweltschutz.

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Die Kombination aus politischen Weichenstellungen, klimabedingtem Stress und aktiver Forstwirtschaft hat Hessens Wälder nachhaltig verändert. Während der Buchenanteil weiter zurückgeht, passen sich die Nutzungsmuster an, um klimaresilientere Wälder aufzubauen. Experten erwarten, dass sich diese Trends in den kommenden Jahren auf die Holzversorgung und die Gesundheit der Ökosysteme auswirken werden.

Quelle