08 November 2025, 18:17

Park am Gleisdreieck: Wo Berlins Eisenbahnvergangenheit auf modernes Leben trifft

Ein Zug auf Eisenbahnschienen mit Text an der Seite, eine Person in der Nähe, kleine Pfosten mit Seilen auf der linken Seite, Straßenlaternen, Bäume, viele Menschen, ein Müllcontainer auf der linken Seite und Gebäude mit Leitern auf der rechten Seite.

Park am Gleisdreieck: Wo Berlins Eisenbahnvergangenheit auf modernes Leben trifft

Park am Gleisdreieck – Berlins lebendige Verbindung von Geschichte und Moderne

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Der Park am Gleisdreieck, eine pulsierende Grünfläche in Berlin, wurde 2011 eröffnet. Er liegt in unmittelbarer Nähe zum historischen Anhalter Bahnhof, einst einer der bedeutendsten Bahnhöfe Deutschlands, von dem heute nur noch das monumentale Portal erhalten ist. Die Gestaltung des Parks vereint das transportgeschichtliche Erbe mit modernen Freizeitangeboten – geprägt durch die aktive Mitwirkung der Anwohner:innen.

Das Gleisdreieck war einst ein zentraler Eisenbahnknotenpunkt, von dem aus ab 1838 Züge in alle Teile des Deutschen Kaiserreichs fuhren. Heute erinnern Überreste alter Stellwerke und Gleisanlagen an diese Vergangenheit, während Radwege, Sportanlagen und Spielplätze den Bedürfnissen der Gegenwart gerecht werden. Der Park gliedert sich in drei Abschnitte – Ostpark, Westpark und Dora-Duncker-Park –, die zwischen 2011 und 2014 eröffnet wurden und die Stadtteile Kreuzberg, Schöneberg sowie den Potsdamer Platz miteinander verbinden.

Während der Ostpark Relikte aus der Eisenbahnzeit bewahrt, besticht der Westpark durch aufgeständerte Bahnviadukte, die sich über Wiesen und Sportflächen erstrecken. Die Gestaltung des Parks entstand in einem partizipativen Prozess: Bürger:innen brachten Ideen ein und setzten Projekte wie interkulturelle Gärten oder Naturerlebnisräume um. Er ist Teil eines 40 Kilometer langen Grünzugs von Nord nach Süd und steht symbolisch für Berlins Wandel von der Industrie- zur Wissens-, Freizeit- und Kulturmetropole.

Der Park am Gleisdreieck verkörpert wie kaum ein anderer Ort den Brückenschlag zwischen Berlins Vergangenheit und Gegenwart. In der Nähe wird das erhaltene Portal des Anhalter Bahnhofs künftig das Exil-Museum Berlin beherbergen, das an Flucht und Vertreibung in der NS-Zeit erinnert. Die Umwandlung des einstigen „urbanen Dschungels“ in eine lebendige Parklandschaft unterstreicht Berlins Engagement für Bürgerbeteiligung und städtebauliche Erneuerung.