Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Matteo WolfProteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren. Die Gladiator Fight Academy steht im Verdacht, Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen zu unterhalten, was Forderungen nach ihrer Schließung ausgelöst hat. Die Protestierenden skandierten Parolen und forderten Maßnahmen gegen die Einrichtung.
Die Kundgebung wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert. Nach Angaben der Veranstalter nahmen Hunderte teil, während die Polizei die Menschenmenge auf etwa 170 Personen – größtenteils junge Leute – schätzte. Im Anschluss zog die Gruppe zu einem städtischen Kultur- und Gemeinschaftszentrum weiter, wo das Studio eine Veranstaltung geplant hatte.
Die Gladiator Fight Academy gerät zunehmend in die Kritik, weil sie angeblich als Netzwerk für Rechtsextreme dient. Zu ihrem Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer von Jungsturm Erfurt. Eine weitere mit dem Studio in Verbindung gebrachte Person ist Christopher Henze, der laut Berichten der rechtsextremen Hooligan-Szene zugerechnet wird.
Erst kürzlich richteten die Betreiber des Studios in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series aus. Die Veranstaltung zog ein Publikum mit mutmaßlichen rechtsextremen Bezügen an. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Studios und Fan von Energie Cottbus, tritt bei den dortigen Kämpfen an.
Die Demonstranten trugen Schilder und riefen: „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ Ihre zentrale Forderung lautet, das Studio dauerhaft zu schließen. Die örtlichen Behörden haben auf die Aufrufe zum Handeln bisher noch nicht reagiert.






