03 November 2025, 02:06

taz Sagt Abschied vom Druck mit einer Starbesetzten Party

Eine bootähnliche Struktur auf der rechten Seite mit tanzenden Menschen und einer Fahne, mit einem Gebäude mit Uhr und Vorhängen im Hintergrund.

taz Sagt Abschied vom Druck mit einer Starbesetzten Party

Die taz verabschiedet ihre letzte werktägliche Printausgabe mit einer rauschenden Feier in Berlin-Kreuzberg Am 16. Oktober 2025 versammelte sich vor dem taz-Verlagsgebäude in Berlin-Kreuzberg eine solche Menschenmenge, dass die Kantine des Hauses sie kaum fassen konnte. Zu den prominenten Gästen zählten Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour sowie Wolfgang Schmidt, ehemaliger Kanzleichef unter Olaf Scholz. Bei der Feier hielten die Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann sowie Mitglieder der Geschäftsführung Reden. Gerüchte über das Erscheinen von Größen wie Robert Habeck, Olaf Scholz oder Angela Merkel blieben zwar im Raum – offiziell bestätigt wurde jedoch nichts. Der Höhepunkt des Abends war zweifellos das Eintreffen der frisch gedruckten Freitagausgabe, wenn auch mit leichter Verspätung. Für Stimmung sorgten unter anderem die Volontär:innen, die Bingo spielten und versuchten, durch Getränkeverkäufe auf Mindestlohn zu kommen. Ein unerwarteter Zwischenfall – die Explosion einer Popcornmaschine – sorgte für kurzzeitiges Chaos und trieb die Gäste in die Cafeteria. Doch die Feier dauerte bis Mitternacht an. Mit einer unvergesslichen Party, großer Beteiligung, prominenten Gästen und einem unerwarteten Popcorn-Desaster wurde die letzte werktägliche Printausgabe der taz gebührend verabschiedet. Der Wandel vom gedruckten zum digitalen Format schreitet voran – doch der politische Einfluss der Zeitung bleibt ungebrochen: Seit 1982 wurde die taz bereits 476 Mal im Bundestag zitiert. Ein Erbe, das weiterwirken wird.

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