VdK attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch" und warnt vor Altersarmut
Tim LangVdK attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch" und warnt vor Altersarmut
Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat die Regierungspläne zur Reform der Renten- und Gesundheitspolitik scharf kritisiert. VdK-Präsidentin Verena Bentele bezeichnete den Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rente zu kürzen, als "zynisch und realitätsfremd". Sie warnte, dass solche Änderungen immer mehr Menschen in Altersarmut treiben würden – insbesondere Gering- und Mittelverdiener.
Bentele betonte, die gesetzliche Rente müsse die zentrale Säule der Altersvorsorge bleiben. Private Ersparnisse dürften lediglich als zusätzliche Absicherung dienen. Zudem verurteilte sie den Plan von Gesundheitsministerin Nina Warken, das Krankengeld zu stürzen, da dies chronisch Kranke und niedrig bezahlte Arbeitnehmer unzumutbar belasten würde.
Ein Entwurf für das Gesundheitsreformgesetz, der auf Empfehlungen einer Expertenkommission basiert, soll am Mittwoch im Kabinett beraten werden. Doch mehrere Punkte sind weiterhin hochumstritten. Bentele lehnte etwa die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung ab und forderte stattdessen, dass Besserverdiener stärker in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen.
Darüber hinaus verlangte sie, dass der Staat die ungedeckten Gesundheitskosten für Bezieher von Grundsicherungsleistungen übernimmt. Andernfalls, so ihre Warnung, drohe der Schutz für besonders gefährdete Gruppen zusammenzubrechen.
Die Kritik des VdK unterstreicht die tiefgreifenden Bedenken gegen die geplanten Reformen. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Rentensicherheit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Millionen Menschen grundlegend verändern. Die anstehende Kabinettsentscheidung wird zeigen, ob die umstrittenen Maßnahmen vorankommen.






