Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - Wie die DDR-Symbole nach 1990 einfach im Müll landeten
Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem Verschwinden der Staatsymbolik der DDR nach der Wiedervereinigung nach. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte zeigt in einer Schau, warum Flaggen, Embleme und Orden so schnell aus dem öffentlichen Leben verschwanden. Unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht sie, wie diese Gegenstände weggeworfen, bewahrt oder einfach vergessen wurden.
Als die Deutsche Demokratische Republik 1990 unterging, verschwanden ihre Symbole rasant aus Behörden und öffentlichen Gebäuden. Viele landeten im Sperrmüll, wurden auf Flohmärkten verkauft oder still in Kellern verstaut. Offizielle Aufzeichnungen, wie viele Abzeichen und Auszeichnungen als Bauschutt entsorgt wurden, gibt es nicht. Systematische Erfassungen nach Bundesländern fehlen – die historische Überlieferung bleibt lückenhaft.
Einige Stücke retten Museen oder Archive vor dem Vergessen. Andere wurden abmontiert, ohne dass ihr Verbleib dokumentiert wurde. Die Ausstellung macht deutlich, wie abrupt diese einst allgegenwärtigen Zeichen aus dem Alltag getilgt wurden – oft ohne Zeremonie, oft ohne Spur.
Die Schau im DDR-Museum rekonstruiert die bruchstückhafte Geschichte dieser entsorgten Symbole. Während manche in Sammlungen überdauerten, verschwanden die meisten, ohne dass ihre Anzahl oder ihr endgültiges Schicksal festgehalten wurde. Die Ausstellung ist bis auf Weiteres zu sehen und gibt Besuchern Einblick in ein Kapitel deutscher Geschichte, das buchstäblich auf den Müll geworfen wurde.






