09 May 2026, 12:07

Wie Geschlecht die Medizin verändert: Neue Ausstellung in Halle zeigt bahnbrechende Erkenntnisse

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Treppe, die zu einem Podium mit einem Mikrofon führt, und schaut auf eine Menge, die Kameras hält, auf der 2018 Nationalen Konferenz für FrauenGesundheit.

Wie Geschlecht die Medizin verändert: Neue Ausstellung in Halle zeigt bahnbrechende Erkenntnisse

Neue Wanderausstellung zu geschlechtersensibler Medizin in Halle eröffnet

An der Universitätsmedizin Halle ist eine neue Wanderausstellung zur geschlechter- und sexusbezogenen Medizin eröffnet worden. Vom 12. bis 28. Mai zeigt die Schau, wie biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern Gesundheit und Behandlung beeinflussen. Die Veranstalter möchten aktuelle Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig Fortschritte in Wissenschaft, Medizin und Bildung vorantreiben.

Die Ausstellung umfasst zwölf Poster, die medizinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen beleuchten. Themenschwerpunkte sind unter anderem Infektionen, Depressionen und die neuroimmunologische Erkrankung ME/CFS. Zudem werden Differenzen bei Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßerkrankungen sowie die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten auf die Geschlechter untersucht.

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Auch übergreifende Themen wie Forschung, Lehre und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit werden behandelt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen der Medizin. Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betont, dass geschlechter- und sexusbezogene Ansätze zu besseren Behandlungsmethoden für alle führen können.

Das Projekt wird vom Deutschen Ärztinnenbund und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin geleitet. Unterstützung erhält es zudem von der Margarete-Ammon-Stiftung.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai geöffnet und bietet Besuchern Einblicke, wie Sexus und Geschlecht die medizinische Versorgung prägen. Durch die verständliche Aufbereitung der Forschungsergebnisse hoffen die Organisatoren, weitere Diskussionen anzuregen und die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.

Quelle