Geisa erforscht Biogas für den Energiewandel
Geisa, eine ländliche Stadt in Thüringen, erkundet innovative Energielösungen. Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßte Vertreter des Instituts für Biogas, Kreislaufwirtschaft & Energie (IBKE), um ein gemeinsames Forschungsprojekt zu besprechen. Die Stadt wurde aufgrund ihrer Teilnahme am Wettbewerb "Zukunftsregion" sowie begrenzter Kapazitäten im Stromnetz ausgewählt. Das vom Thüringer Wirtschaftsministerium geförderte Vorhaben zielt darauf ab, Biogas in das zukünftige Wärme- und Energiekonzept Geisas zu integrieren. Untersucht wird die Nutzung regionaler Agrarsubstrate, Grünabfälle und Haushaltsabfälle zur Energieerzeugung. Wie Henkel erläuterte, steht Geisa bei der Energiewende vor besonderen Herausforderungen – etwa durch Naturschutzauflagen und denkmalschutzbedingte Einschränkungen bei historischen Gebäuden. Im Rahmen des Projekts entsteht ein Leitfaden für Thüringer Kommunen und Biogasanlagenbetreiber, der aufzeigt, wie Biogas und Biomethan zur Wärme- und Gasversorgung beitragen können. Mehrere Landwirte aus der Region haben bereits Interesse an einer möglichen neuen Biogasanlage in Geisa signalisiert; für sie ist eine Informationsveranstaltung geplant. Ziel des Projekts ist es, die künftige Rolle von Biogas beim Wärmewandel in Thüringer Gemeinden zu klären. Bürgermeisterin Henkel zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und freut sich auf die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Lösungen – zusammen mit dem IBKE und den beteiligten Landwirten.
