Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet harsche Kritik
Matteo WolfCDU-Kreisvorsitzender: "Wegner war einen Schritt weiter entfernt" - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet harsche Kritik
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät in Kritik, weil er während eines großflächigen Stromausfalls am 5. Januar 2026 Tennis spielte. Der Blackout legte Teile der Stadt lahm und warf Fragen zu seiner Reaktion auf die Krise auf. Unterdessen äußerte sich der CDU-Kreisvorsitzende Stephan Standfuß zurückhaltend zur Krisenbewältigung durch Wegner.
Der Stromausfall traf Berlin am 5. Januar, doch zunächst war Wegner sich der Schwere der Lage nicht bewusst. Später gab er zu, zwischen 13:00 und 14:00 Uhr an jenem Tag Tennis gespielt zu haben – er habe "den Kopf freibekommen" müssen. Dennoch betonte er, während des Spiels stets erreichbar gewesen zu sein.
Bereits mittags hatte Standfuß die Brisanz der Situation erkannt und sich dem Krisenstab im Rathaus Zehlendorf angeschlossen. Später kritisierte er Wegners Mitarbeiter, den Bürgermeister nicht rechtzeitig informiert zu haben. Eine direkte Schuldzuweisung an Wegner vermied Standfuß jedoch: Man könne ihm das Tennisspielen nicht vorwerfen, solange er die Folgen der Krise angemessen manage. Wegner selbst ging in einer Pressekonferenz am 6. Januar auf die Krise ein und schilderte die Abstimmung mit den Bezirksverwaltungen. Einen Tag später besuchte er eine Notunterkunft, um betroffenen Anwohnern zu helfen. Trotz dieser Schritte mehren sich aus verschiedenen politischen Lagern die Rufe nach seinem Rücktritt.
Der Blackout offenbarten Kommunikationsdefizite zwischen Wegner und seinem Team. Zwar würdigte Standfuß die späteren Bemühungen des Bürgermeisters, doch die verzögerte Reaktion befeuert weiterhin die Debatte. Während die Stadt die Folgen der Krise aufarbeitet, halten die Forderungen nach einem Rücktritt an.
