Sachsen-Anhalt wirbt mit Kampagne für Berufsausbildung junger Migranten – mit gemischtem Erfolg
Tim LangAusbildungs-Kampagne für Migranten liegt noch hinter den Zielen - Sachsen-Anhalt wirbt mit Kampagne für Berufsausbildung junger Migranten – mit gemischtem Erfolg
Sachsen-Anhalt führte 2024 eine Berufsbildungskampagne für junge Migranten durch Mit einer Kampagne zur Berufsausbildung wollte Sachsen-Anhalt im Jahr 2024 Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Familien bei der Berufsorientierung unterstützen. Im Rahmen der Initiative fanden 30 Veranstaltungen statt – größtenteils online –, um Ausbildungsprogramme bekannter zu machen und zur Teilnahme zu motivieren.
Ziel war es, 1.000 Personen zu erreichen, doch letztlich nahmen rund 600 Interessierte teil, darunter vor allem junge Menschen.
Ein zentrales Anliegen des Projekts war es, Hürden für Migranten beim Einstieg in die berufliche Bildung abzubauen. Durch mehrsprachige Angebote sollte sichergestellt werden, dass Sprachbarrieren den Zugang zu Ausbildungsplätzen nicht erschweren.
Bis Mai 2025 absolvierten etwa 3.000 ausländische Staatsangehörige in der Region eine duale Berufsausbildung – 600 mehr als im Vorjahr. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse an qualifizierten Berufen hin.
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte die Bedeutung junger Migranten für die Schließung von Fachkräftelücken. Ihre Integration sei entscheidend für lokale Unternehmen, die mit Personalmangel kämpften. Gleichzeitig forderten einige Arbeitgeber mehr Zuzug nach Sachsen-Anhalt, um das Wirtschaftswachstum zu sichern.
Kritik kam von der Linken, die dem Land vorwarf, nicht so offen zu sein, wie es die Politik darstelle. Die Partei forderte mehr Anstrengungen, um Migranten langfristig zu halten und eine inklusivere Kultur zu schaffen.
Die Kampagne zeigt Fortschritte bei der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund – die Zahlen der Ausbildungsverträge steigen. Dennoch blieb die Resonanz hinter den Erwartungen zurück, und die Forderungen nach weiteren Maßnahmen bestehen fort.
Unterdessen setzen sich lokale Unternehmen weiterhin für Politiken ein, die Fachkräfte in die Region locken und dort halten.
