Thüringens Zuckerrübenernte 2025 bricht um fast 20 Prozent ein – trotz hoher Hektar-Erträge
Matteo WolfAnstieg der Zuckerrübenkultivierung gestoppt - Thüringens Zuckerrübenernte 2025 bricht um fast 20 Prozent ein – trotz hoher Hektar-Erträge
Thüringens Zuckerrübenernte bricht 2025 stark ein – Rückgang um fast ein Fünftel
Die Zuckerrübenernte in Thüringen ist 2025 deutlich eingebrochen und lag fast ein Fünftel unter dem Rekordwert des Vorjahres. Der Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider, da Landwirte aufgrund der niedrigen Marktpreise weniger Hektar anbauen. Dennoch blieben die Erträge pro Hektar robust und lagen über dem Durchschnitt der letzten Jahre.
Die Anbaufläche für Zuckerrüben in Thüringen verringerte sich 2025 um 11 Prozent auf etwa 12.400 Hektar – ein Verlust von 1.600 Hektar im Vergleich zur vorherigen Saison. Diese Entwicklung entspricht dem Deutschlandtrend: Die gesamte Anbaufläche für Zuckerrüben sank bundesweit um knapp 10 Prozent auf 350.000 Hektar.
Trotz der geringeren Flächen erzielten Thüringens Landwirte 2025 einen durchschnittlichen Ertrag von 74 Tonnen pro Hektar – etwa drei Tonnen mehr als im langjährigen Mittel zwischen 2019 und 2024. Die Qualität der Rüben blieb stabil, doch ein Überangebot auf dem Markt drückte die Preise, was weitere Ausdehnungen des Anbaus unattraktiv machte. Zuckerrüben bleiben ein zentraler Rohstoff der Lebensmittelindustrie und werden vielfältig als Süßungsmittel in Süßwaren, Backwaren und Getränken eingesetzt. Trotz der reduzierten Anbauflächen bleibt die Nachfrage aufgrund ihrer vielseitigen Verwendbarkeit bestehen.
Die Erntemenge in Thüringen belief sich 2025 auf rund 920.300 Tonnen Zuckerrüben – deutlich unter dem Spitzenwert des Vorjahres. Ursache für den Rückgang ist vor allem die verringerte Hektarfläche, nicht aber eine schlechtere Ernte. Angesichts der weiterhin ungünstigen Marktbedingungen könnten in den kommenden Jahren weitere Anpassungen beim Anbau folgen.
