Warken plant höhere Zuzahlungen – die Linke schlägt Alarm wegen Ungerechtigkeit
Linke kritisiert Warkens Vorschlag für höhere Zuzahlungen für Versicherte - Warken plant höhere Zuzahlungen – die Linke schlägt Alarm wegen Ungerechtigkeit
Deutschlands Gesundheitssystem befindet sich in einer wachsenden Finanzkrise – mit Milliardendefiziten, die sich anhäufen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat nun höhere Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten vorgeschlagen, um die Belastung für Arbeitgeber zu verringern. Der Plan stößt auf scharfe Kritik der Linken, die der Regierung vorwirft, die Versicherten unfair zu belasten.
Die gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen verzeichnen massive Fehlbeträge. Warnungen vor unaufhaltsamen Beitragserhöhungen setzen die Regierung unter Handlungsdruck. Ein bescheidenes Sparpaket wurde für dieses Jahr beschlossen, doch tiefgreifende Reformen stehen weiterhin aus.
Gesundheitsministerin Nina Warken räumte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Ausmaß der Probleme ein. Sie schätzt, dass ab 2027 Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich notwendig seien. Eine „ausgewogene Lösung“ sei gefragt – Zuzahlungen der Patienten schloss sie dabei nicht aus.
Der Vorsitzende der Linken, Søren Pellmann, verurteilte die Pläne umgehend. Er argumentierte, dass eine Kostenverlagerung auf die Patientinnen und Patienten die Beiträge kaum senken werde, da die Zuzahlungen allein die Versicherten träfen. Arbeitgeber hingegen könnten so höhere Abgaben umgehen – ein Vorgehen, das Pellmann als ungerecht bezeichnete.
Pellmann bestand darauf, dass bezahlbare Beiträge nur möglich seien, wenn Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten würden. Er schlug vor, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben oder abzuschaffen und eine Abgabe auf Kapitaleinkünfte einzuführen. Zudem forderte er, privat Versicherte in das solidarische System einzubinden.
Der Linken-Politiker ging noch weiter und warf Warken vor, die Interessen gewöhnlicher Versicherter nicht zu vertreten. Stattdessen schütze die Ministerin seiner Meinung nach die Arbeitgeber auf Kosten derer, die auf die Krankenversicherung angewiesen seien.
Die Debatte offenbart tiefe Gräben bei der Frage, wie das deutsche Gesundheitssystem finanziert werden soll. Angesichts wachsender Defizite steht die Regierung vor schwierigen Entscheidungen: Soll sie die Arbeitgeberbeiträge erhöhen, die Patienten stärker belasten oder die Beteiligung von Besserverdienern und Privatversicherten reformieren? Die Weichenstellungen werden die Versicherungsbeiträge und den Zugang zur Gesundheitsversorgung auf Jahre hinaus prägen.
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